Chronik & Zahlen der Biogasanlage

Imagefilm der Schwälmer Biogas

Chronik

Die Idee entstand 2007 bei der ABICON GmbH. Von Anfang an sollte es ein regionales Projekt werden: Bauunternehmen und Dienstleister kamen überwiegend aus der Region, 34 Landwirte wurden Gesellschafter – heute ist die Anlage eines der größten Biomethan-Einspeiseprojekte in Hessen.

  1. 2007
    Die Idee

    Bei der ABICON GmbH entsteht der Plan für eine Biomethananlage in der Schwalm. Planung, Genehmigung und Gesellschafterkonzept folgen.

  2. 2009Anfang
    Baubeginn

    Auf 3,4 Hektar bei Ransbach beginnt der Bau. Bilder aus der Bauphase

  3. 200918. Aug.
    Richtfest

    Rund 400 Gäste, darunter der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch und Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke Kassel AG. Bilder vom Richtfest

  4. 2009Ende
    Gärstrecke und BHKW in Betrieb

    Fermenter, Nachgärer und das erste Blockheizkraftwerk gehen in Betrieb – die Anlage produziert Strom und Wärme.

  5. 2010März
    Erstes Biomethan im Erdgasnetz

    Die Druckwasserwäsche liefert 350 Nm³ Biomethan pro Stunde in Erdgasqualität. Seitdem läuft der CO₂-Zähler.

  6. 201028. Aug.
    Tag der offenen Tür

    Die Anlage öffnet für Bürgerinnen und Bürger der Region. Bilder vom Tag der offenen Tür

  7. 2012
    Satelliten-BHKW

    Ein zweites BHKW mit 220 kW wird über eine 2,2 km lange Mikrobiogasleitung versorgt – Wärme dort, wo sie gebraucht wird.

  8. 2018Ende
    Anschluss an das Nahwärmenetz Wasenberg

    Der Großteil der BHKW-Wärme fließt seitdem in das Netz der Energie Wasenberg eG und heizt Häuser im Ort.

  9. 2020Mai
    Flex-BHKW mit 901 kW

    Das dritte Blockheizkraftwerk erzeugt Strom dann, wenn er im Netz gebraucht wird. Zum Beitrag

  10. 2020Dez.
    150-m³-Wärmespeicher

    Der 17 Meter hohe Speicher puffert rund 6.000 kWh Wärme und überbrückt die Stillstandszeiten des Flex-BHKW. Zum Beitrag

  11. heute
    Biomethan direkt vom Produzenten

    Die Anlage speist rund 32 Millionen kWh Biomethan im Jahr ein und vermarktet es direkt an Stadtwerke, Versorger und Industrie.

Zahlen und Fakten

Die Anlage in Kürze – Stand 2026.

3,4haBetriebsgeländeetwa drei Fußballfelder
30.000tSilokapazitätMaissilage in vier Fahrsilokammern
45.000t/JahrFeste Substraterund 21.000 t Maissilage, der Rest Hühner-, Puten- und Bullenmist
16.000t/JahrFlüssige SubstrateRinder- und Schweinegülle
7Behälter1 Vorgrube, 2 Fermenter, 1 Nachgärer, 3 Gärrestlager – 22.750 m³ Lagervolumen
915Nm³/hRohbiogasrund 8 Mio. Nm³ im Jahr, 52–54 % Methan
350Nm³/hBiomethan98–99 % Methan nach der Druckwasserwäsche – Erdgasqualität
32Mio. kWh/JahrEinspeisung ins ErdgasnetzBrennwert, abgerechnet über das dena-Biogasregister
1.521kWElektrische BHKW-Leistung901 kW + 400 kW + 220 kW Satelliten-BHKW
5,2Mio. kWh/JahrStrom aus den BHKWdazu rund 4 Mio. kWh Wärme, überwiegend für das Nahwärmenetz Wasenberg
35.000t/JahrGärrestfast geruchloser organischer Volldünger zurück auf die Felder
5Arbeitsplätze2 Vollzeit, 2 Teilzeit, 1 Hilfskraft

Was im Jahr hinein- und herausgeht

Mengen in Tonnen, gerundet. Die Breite der Balken entspricht dem Anteil.

Hinein: 61.000 t

Heraus: 35.000 t Gärrest + 8 Mio. Nm³ Biogas

Was nicht als Gärrest zurückgeht, haben die Bakterien in Biogas verwandelt: rund 8 Mio. Nm³ im Jahr – daraus 350 Nm³ Biomethan pro Stunde für das Erdgasnetz sowie Strom und Wärme aus den BHKW.

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